Pflegealltag
Gute Kommunikation im Pflegealltag
Kommunikation entscheidet oft darüber, ob eine Pflegehandlung als Unterstützung oder als Übergriff erlebt wird.
5 Minuten Lesezeit · aktualisiert am 28.1.2026

Ankündigen statt überraschen
Jede Berührung sollte angekündigt werden – auch bei Menschen, die nicht mehr sprachlich antworten. «Ich helfe Ihnen jetzt beim Aufstehen» braucht zwei Sekunden und verändert die ganze Situation.
Zuhören ist eine Tätigkeit
- Ausreden lassen, auch wenn es länger dauert.
- Kurz zusammenfassen, was Sie verstanden haben.
- Nachfragen statt interpretieren.
- Nonverbale Signale ernst nehmen: Mimik, Anspannung, Blick.
Heikle Themen ansprechen
Bei Scham- und Intimthemen hilft eine sachliche, ruhige Sprache ohne Verniedlichung. Sprechen Sie über das, was Sie tun, und geben Sie so viel Kontrolle wie möglich zurück: Wahlmöglichkeiten, Reihenfolge, Tempo.
Im Team präzise sein
Bei der Übergabe zählt Genauigkeit. Beschreiben Sie Beobachtungen konkret («seit gestern kaum getrunken, rund zwei Deziliter») statt wertend («trinkt schlecht»). So können Fachpersonen richtig entscheiden.



